Start der GPS-Auswertung

Die GPS-Auswertung wird aus dem KAVDI-Menü gestartet:




















Nachdem eventuell geöffnete Messdatenprotokolle geschlossen sind, werden die GPS-Datensätze aus den Messdatenprotokollen der aktuellen Dokumentenverwaltung gelesen, ausgewertet und in einer Oberfläche dargestellt. Die Oberfläche ist zweigeteilt. Auf der linken Seite befindet sich ein Navigator in Baumansicht

gps-auswertung-navigator.jpg



  • Übersicht
  • Grafik
  • Transformation
  • GPS-Messungen



auf der rechten Seite jeweils die dazugehörigen Einträge.



Unter dem Eintrag GPS-Messungen sind alle GPS-Messungen gelistet, die in den Messdatenprotokollen gefunden wurden. Pro Messung werden Daten zum verwendeten Rover gespeichert. Hierzu gehören unter anderem Informationen zum Antennentyp, mit dem wiederum die Korrekturdaten ermittelt werden. Alle Messungen eines Punktes können in eine Auswahl zur besseren Übersicht exportiert werden. Der Eintrag “Auswahl” befindet sich ebenfalls unter den GPS-Messungen.

Mit Hilfe des Symbols in der Symbolleiste gps-auswertung-symbol-export.jpg werden die Koordinaten in das Berechnungsdokument exportiert.





Beschreibung GPS-Auswertung:

Übersicht

gps-auswertung-uebersicht.jpg

Zugriffseinstellungen KAVDI-Datenbank:

  • Eingabefeld: Punktnummerierungsbezirk NBZ (Min). Wird zur Suche der identischen Punkte in der KAVDI-Datenbank bei einer Transformation verwendet.
  • Eingabefeld: Punktnummerierungsbezirk TK25 (Min). Wird zur Suche der identischen Punkte in der KAVDI-Datenbank bei einer Transformation verwendet.
  • Auswahlfeld: Datenbankzugriff. Wird zur Suche der identischen Punkte in der KAVDI-Datenbank bei einer Transformation verwendet.
    1. Intern (Projektspeicher)
    2. Extern (Festpunktspeicher)
    3. Intern / Extern

Einstellungen:

  • Auswahlfeld: Gewichtung der Lagekoordinaten. Gewichtungsansätze der Mittelungen. Es stehen zur Zeit folgende Gewichtungsansätze zur Verfügung:
    1. Keine
    2. 1 / (KQ_2D^2)
  • Auswahlfeld: Messdaten: gemessene ellipsoidische Höhe bezieht sich auf :
    1. Antenne
    2. Boden

Die Auswahlmöglichkeit steht nur zur Verfügung, wenn auch Höhen gemessen wurden.

  • Auswahlfeld: Messdaten: gemessene geozentrische Koordinate bezieht sich auf:
    1. Antenne
    2. Boden

Die Auswahlmöglichkeit steht nur zur Verfügung, wenn geozentrische Koordinaten gemessen wurden.




Parameter Zielsystem Lage / Höhe

Lagestatus

Mit dem Auswahlfeld wird das Zielsystem festgelegt. Es werden alle dem Projekt bekannten Lagestatus bereitgestellt. Ist das Zielsystem kompatibel zum WGS84, dann kann eine direkte Umrechnung der GPS-Koordinaten in das Zielsystem durchgeführt werden. Ansonsten muss ein Ellipsoidübergang berechnet werden.



Die Informationen aus der Lagestatuskonfiguration des ausgewählten Lagestatus werden hier dargestellt. Hierzu gehören:
  * System
  * Systembeschreibung 
  * Erdellipsoid
  * Abbildung
  * Große Halbachse
  * Kleine Halbachse
  * Erdradius



Höhenstatus

Hiermit wird der Höhenstatus festgelegt.

Mit dem Auswahlfeld wird das Zielsystem festgelegt. Nur wenn ein Höhenstatus angegeben ist, berechnet die GPS-Auswertung auch Höhen. Es werden alle dem Projekt bekannten Höhenstatus bereitgestellt. Ist das Zielsystem auf den gleichen Ellipsoid (GRS80 - Einstellung: elepsoidische Höhen) bezogen, dann kann eine direkte Umrechnung der GPS-Höhen in das Zielsystem durchgeführt werden. Ansonsten muss ein Ellipsoidübergang berechnet werden. Dazu benötigt man Höhenpasspunkte. Hierbei werden gemessene oder vorhandene Höhenpasspunkte, deren Höhen in diesem Zielsystem bekannt sind, für eine Transformation verwendet.

Weitere Infos zu verschiedene Höhenarten bzw. Ellipsoiden finden Sie im folgenden Link:

http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/publikationen/abteilung07/pub_geobasis_normalhoehen.pdf



NEU

Hier gibt es jetzt auch die Möglichkeit die Berechnungen der Höhen über ein Undulationsmodell auszuführen. Zu weiteren Informationen wählen Sie den folgenden Link an.

http://www.geos-hellinge.de/video-tutorials.html

Transformation für die Berechnung der Lagekoordinaten

Falls der Ziellagestatus zum WGS84 nicht kompatibel ist, ist ein Ellipsoidsprung erforderlich. Jetzt müssen die gemessenen Koordinaten über eine 7-Parameter-Transformation in das Zielsystem überführt werden.




Hierzu stehen dann drei Methoden zur Verfügung:

  • Auswahlfeld: Transformationsparameter für Ellipsoidsprung

Die Transformationsparameter (7-Parameter) können aus Passpunkten berechnet werden oder vorgegeben werden:

  1. 7-Parameter aus AP bestimmt (Es werden mind. 3 Passpunkte in beiden LST benötigt.)
  2. 7-Parameter vorgegeben

  • Auswahlfeld: Zusätzliche Transformation zur Einpassung in das Zielsystem

Sind die Transformationsparameter vorgegeben, stellt sich die Frage, ob diese Parameter genau oder nur grob abgeleitet sind. Falls die Parameter grob abgeleitet sind, ist nach dem Ellipsoidübergang und der Verebnung noch eine 4-Parameter-Transformation für die genaue Einpassung in das Zielsystem notwendig. Das Auswahlfeld stellt die beiden Möglichkeiten der zusätzlichen Transformation zur Verfügung:

  1. Nein
  2. 4-Parameter aus AP bestimmt

Dieses Auswahlfeld wird nur eingeblendet, wenn für den Ellipsoidsprung die Transformationsparameter vorgegeben werden.

  • Auswahlfeld: Vordefinierte Transformationsparameter beziehen sich auf:

Die vordefinierten Transformationsparameter für den Ellipsoidsprung werden aus geozentrischen Koordinaten bestimmt. Die geozentrischen Koordinaten können sich auf den Ellipsoid oder den Boden beziehen. Hieraus ergibt sich auch ein Bezug auf den Transformationsparameter, der eingestellt werden muss, da man es an den Parametern nicht erkennen kann:

  1. Boden
  2. Ellipsoid

Dieses Auswahlfeld wird nur eingeblendet, wenn für den Ellipsoidsprung die Transformationsparameter vorgegeben sind und keine weitere Einpassung in das Zielsystem benötigt wird.

  • Auswahlfeld: Restklaffenverteilung.

Realisiert sind:

  1. Keine
  2. 1/s
  3. 1/(s^2)
  4. 1/(s^3)
  5. 1/(s^4)
  6. 1/(s^5)
  7. 1/(s^1.5)
  8. Multiquadratisch
  9. Sektorenmethode (Overhoff)

Vorgegebene Transformationsparameter für Ellipsoidsprung

Je nach Transformationstyp lautet die Überschrift:

  • Vorgegebene, genaue Transformationsparameter
  • Vorgegebene, grob abgeleitete Transformationsparameter
  1. Verschiebung dX [m]
  2. Verschiebung dY [m]
  3. Verschiebung dZ [m]
  4. Rotation um X [“]
  5. Rotation um Y [“]
  6. Rotation um Z [“]
  7. Maßstab [ppm]

Die Informationen zu den Transformationsparametern, die über Passpunkte bestimmt wurden, stehen im Navigator unter „Transformation“ zur Verfügung.

Punkte insgesamt

Statistik:

  1. Anschlusspunkte (dienen als Anschlusspunkte)
  2. Kontrollpunkte
  3. Neupunkte / neu bestimmte Punkte




Grafik

grafische Anzeige der Punkte.

Die Grafik zeigt als Restklaffen die größten Abweichungen zwischen den Messungen (GK) an.

gps-auswertung-grafik.jpg




Transformation/Passpunkte Lage

Mit der GPS-Auswertung sollen die gemessenen Koordinaten in ein amtliches Lage- bzw. Höhenzielsystem umgerechnet werden.

Lagebestimmung:

Die Berechnung der Lagekoordinaten in das amtliche Bezugssystem ETRS89 ist direkt durch Umformungen möglich, da sich das Zielsystem auf einen „kompatiblen“ Erdellipsoid bezieht. Die Dimensionen des WGS84 und des GRS80 sind nahezu identisch. In der Übersicht der GPS-Auswertung lässt sich durch die Wahl eines Lagestatus ein anderes Zielsystem einstellen:

Unterscheidet sich nun der Rotationsellipsoid des Zielsystems vom WGS84, muss ein Ellipsoidsprung berechnet werden, der über eine 7-Parameter-Transformation realisiert wird. Das ist der Fall, wenn als Zielsystem das amtliche Gebrauchssystem DHDN (Netz77) eingestellt wird.

Die GPS-Auswertung bietet mehrere Möglichkeiten zur Berechnung oder Bereitstellung der 7-Parameter:

  • Berechnung der 7-Parameter aus Passpunkten.

Die Koordinaten der Passpunkte können hierbei aus verschiedenen Quellen bezogen werden.

  • vorgegebene, genaue 7-Parameter

In der Übersicht können die 7-Parameter vorgegeben werden.

  • vorgegebene, grob abgeleitete 7-Parameter

In der Übersicht können die 7-Parameter vorgegeben werden. Da die Parameter nicht genau genug sind, ist nach dem Ellipsoidübergang und der Verebnung noch eine 4-Parameter-Transformation für die genaue Einpassung in das Zielsystem notwendig.

Falls eine Transformation gerechnet werden muß, können die Passpunkte und das Ergebnis im Navigator unter „Transformation→Passpunkte Lage“ angezeigt und modifiziert werden:

gps-auswertung-trafo-lage.jpg

Im oberen Fenster werden die ermittelten Transformationsparameter und die maximale Restklaffe angezeigt. Im unteren Fenster werden die Passpunkte gelistet. Über die rechte Maustaste wird ein Kontextmenü geöffnet, das die folgenden Funktionen bereitstellt:

  • Passpunkt aktivieren

Ein deaktivierter Passpunkt wird wieder aktiviert. Er nimmt an der Bestimmung der Transformationsparameter teil.

  • Passpunkt deaktivieren

Ein aktivierter Passpunkt wird deaktiviert. Er nimmt an der Bestimmung der Transformationsparameter nicht mehr teil. Die Zeile wird durchgestrichen.

  • Passpunkt hinzufügen

Ein neuer Passpunkt wird hinzugefügt. Eine leere Zeile wird der Liste angefügt. Jetzt müssen die Spalten AKZ (Arbeitskennzeichen), Quellsystem, Zielsystem und gegebenfalls die LST (Lagestatus) ausgefüllt werden.

  • Passpunkt löschen

Ein Passpunkt wird aus der Liste entfernt und nimmt damit nicht mehr an der Bestimmung der Transformationsparameter teil.

  • Passpunkte automatisch suchen

Mit dieser Funktion werden alle gemessenen Punkte, die auch im Zielsystem Koordinaten besitzen, als potentielle Passpunkte in die Liste aufgenommen.

Kontextmenü:

gps-auswertung-trafo-lage-pp.jpg

Bei vorgegebenen, grob abgeleiteten 7-Parametern werden nicht die geozentrischen Koordinaten, sondern die Koordinaten in der Abbildung inkl. Restklaffen gelistet. Da der Ellipsoidsprung nur mit grob abgeleiteten Parametern durchgeführt wurde, sind die Restklaffen nicht aussagekräftig.

Die Liste der Passpunkte beinhaltet folgende Spalten:

Spalte Beschreibung
AKZ Arbeitskennzeichen
Quellsystem Die Koordinaten der Passpunkte des Quellsystems können gemessen sein oder aus der KAVDI-Datenbank stammen. Über ein Auswahlfeld kann der Typ der Quelle eingestellt werden:
- gemessen
- Projektspeicher der KAVDI-Datenbank (intern)
- Festpunktspeicher der KAVDI-Datenbank (extern)
LST Lagestatus, wenn unter dem Quellsystem als Quelle die KAVDI-Datenbank gewählt wurde.
X/Y/Z Geozentrische Koordinaten der Quellsystems
Zielsystem Die Koordinaten der Passpunkte des Zielsystems müssen in der KAVDI-Datenbank bekannt sein. Über ein Auswahlfeld kann der Typ der Quelle eingestellt werden:
- Projektspeicher der KAVDI-Datenbank (intern)
- Festpunktspeicher der KAVDI-Datenbank (extern)
LST Lagestatus des Zielsystems.
X/Y/Z Geozentrische Koordinaten bezogen auf den Ellipsoid des Zielsystems
RKX/RKY/RKZ Restklaffen




Transformation/Passpunkte Höhe

Die gemessenen GPS-Höhen sind ellipsoidische Höhen im Bezug auf WGS84. Um Gebrauchshöhen (´z.B. NHN-Höhen HST 160) zu berechnen, gibt es zwei Strategien:

  • Dreidimensionale Transformation

7-Parameter-Transformation anhand einnivellierter Stützpunkte

  • Verwendung von Geoidmodellen

Mit der GPS-Auswertung können die Gebrauchshöhen über die dreidimensionale Transformation berechnet werden. Es müssen hierbei mindestens drei Punkte mit Höhen im Quell- und Zielsystem bekannt sein. Mit diesen Punkten werden dann die notwendigen 7-Parameter berechnet. In der Übersicht der GPS-Auswertung läßt sich durch die Angabe eines Höhenstatus das Zielsystem einstellen:

gps-auswertung-uebersicht-hst.jpg

Das Ergebnis kann im Navigator unter „Transformation→Passpunkte Höhe“ angezeigt und modifiziert werden:

gps-auswertung-trafo-hoehe.jpg

Analog wie bei den Passpunkten zur Lagebestimmung können diese auch über die Funktionen eines Kontextmenüs bearbeitet werden:

  • Passpunkt aktivieren

Ein deaktivierter Passpunkt wird wieder aktiviert. Er nimmt an der Bestimmung der Transformationsparameter teil.

  • Passpunkt deaktivieren

Ein aktivierter Passpunkt wird deaktiviert. Er nimmt an der Bestimmung der Transformationsparameter nicht mehr teil. Die Zeile wird durchgestrichen.

  • Passpunkt hinzufügen

Ein neuer Passpunkt wird hinzugefügt. Eine leere Zeile wird der Liste angefügt. Jetzt müssen die Spalten AKZ (Arbeitskennzeichen), Quellsystem, Zielsystem und gegebenfalls die HST (Höhenstatus) bzw. LST (Lagestatus) ausgefüllt werden.

  • Passpunkt löschen

Ein Passpunkt wird aus der Liste entfernt und nimmt damit nicht mehr an der Bestimmung der Transformationsparameter teil.

  • Passpunkte automatisch suchen

Mit dieser Funktion werden alle gemessenen Punkte, die auch im Zielsystem Höhen besitzen, als potentielle Passpunkte in die Liste aufgenommen.




GPS-Messungen

GPS-Messungen: Messungen

Anzeige der GPS-Messungen. Für jeden Ansatz wird im Navigator ein Unterpunkt bereitgestellt:

gps-auswertung-navigator-messungen.jpg

Die Messungen werden im Hauptfenster gelistet. Hier sind bereits die Koordinaten in das Zielsystem umgerechnet:

gps-auswertung-messungen.jpg

Spalte Beschreibung
AKZ Arbeitskennzeichen
SK Steuerkennzeichen
Rechts-Y Umgerechnete Koordinate in der Abbildung des Zielsystems
Hoch-X Umgerechnete Koordinate in der Abbildung des Zielsystems
KQ 2D Koordinatenqualität. Dieser Wert kann auch zur Gewichtung der Koordinaten für die Mittelbildung verwendet werden. Er wird durch eine Fehlergrenze (GPS_MAX_KQ_2D) überwacht. Standardfehlergrenze ist 0.04 m.
(M,E) Y Rechtswert: Abweichung zum Mittelwert
(M,E) X Hochwert: Abweichung zum Mittelwert
(M,E) Abweichung zum Mittelwert
AH Antennenhöhe
E. Höhe Ellipsoidische Höhe
(M,E) H Höhe: Abweichung zum Mittelwert
SV Anzahl der Satelliten
Pos Anzahl der GPS-Positionen
H-Dop DOP für die horizontale Positionsbestimmung
V-Dop DOP für die vertikale Positionsbestimmung
P-Dop DOP für die 3D-Positionsbestimmung
T-Dop DOP für die Zeitbestimmung
G-Dop DOP für 3D und Zeit
RMS Root Mean Square (Quadratischer Mittelwert)
EPO Anzahl der Epochen
Datum Datum (Start der Messung)
Zeit Zeit (Start der Messung)
Datum Datum (Ende der Messung)
Zeit Zeit (Ende der Messung)
NB°’” Nördliche Breite (WGS84) (Grad, Minuten,Sekunden)
OL°’” Östliche Länge (WGS84) (Grad, Minuten,Sekunden)

Über das Kontextmenü können folgende Funktionen aufgerufen werden:

Menüpunkt Funktion
Deaktivieren GPS-Messung wird deaktiviert und wird bei der weiteren Verarbeitung nicht mehr berücksichtigt.
Aktivieren Eine deaktivierte GPS-Messung wird wieder aktiviert.
Referenzstationen anzeigen Die Referenzstationen werden angezeigt.
Referenzstationen ausblenden Die Referenzstationen werden ausgeblendet.
AKZ … in Auswahl exportieren Alle GPS-Messungen auf diesen Punkt werden in die Auswahl exportiert. Somit stehen alle Messungen auf diesen Punkt übersichtlich zur Verfügung.
AKZ … markieren Alle GPS-Messungen auf diesen Punkt werden markiert.

GPS-Messungen: Auswahl

Ein mehrfach aufgemessener Punkt kann in die Auswahl exportiert werden. Die Koordinaten aller Einzelmessungen werden aufgelistet und in einer Grafik dargestellt. Durch Anklicken eines Punktes in der Grafik kann man eine Messung deaktivieren. In der Liste erscheint sie durchgestrichen. Dort kann sie über das Kontextmenü wieder aktiviert werden. Mit Hilfe der Auswahl hat man die Möglichkeit, Ausreißer einfach festzustellen und zu beseitigen:

gps-auswertung-auswahl.jpg


Mittelbildung

Anzeige der gemittelten Koordinaten incl. Genauigkeit:

gps-auswertung-mittelungen.jpg

In dieser Liste wird jeder gemessene Punkt nur einmal aufgeführt. Falls die Koordinate bzw. Höhe aus Mehrfachmessungen enstanden ist, werden Mittelbildungsinformationen in entsprechenden Spalten notiert. Die grau markierten Spalten werden mit einer Fehlergrenze überwacht. Bei einer Überschreitung wird das Feld rot markiert. Auch in dieser Übersicht kann ein Punkt in die Auswahl exportiert werden, damit Ausreißer feststellt werden können.

Spalte Beschreibung
AKZ Arbeitskennzeichen
SK Steuerkennzeichen
Rechts-Y Gemittelte Koordinate in der Abbildung des Zielsystems
Hoch-X Gemittelte Koordinate in der Abbildung des Zielsystems
RK-Y Restklaffe im Rechtswert
RK-X Restklaffe im Hochwert
Max (M,E) Maximale Abweichung zum Mittelwert
(G,K) Größte Abweichungen zwischen den Messungen. Dieser Wert wird durch eine Fehlergrenze (GPS_MAX_GK) überwacht. Standardfehlergrenze ist 0.04 m.
Höhe Gemittelte ellipsoidische Höhe
Max (M,E) H Maximale Abweichung der Höhe zum Mittelwert
SY Standardabweichung des Rechtswertes
SX Standardabweichung des Hochwertes
MP Standardabweichung der Punktlage
SH Standardabweichung der Höhe




Vergleich Datenbank

In dieser Darstellung werden alle Punkte aufgelistet, die bereits Koordinaten in der Abbildung des Zielsystem oder eine Höhe besitzen. Die aktuellen Differenzen werden angezeigt und gegen eine Fehlergrenze geprüft:

gps-auswertung-vergleich-db.jpg

Spalte Beschreibung
AKZ Arbeitskennzeichen
SK Steuerkennzeichen
Ger. Rechts-Y Gemittelte Koordinate in der Abbildung des Zielsystems
Ger. Hoch-X Gemittelte Koordinate in der Abbildung des Zielsystems
DB Rechts-Y Koordinate aus der KAVDI-Datenbank
DB Rechts-X Koordinate aus der KAVDI-Datenbank
Diff. Y Differenz Rechtswert
Diff. X Differenz Hochwert
Diff. Lage Lineare Lagedifferenz
Ger. Höhe Gerechnete Höhe
DB Höhe Höhe aus der KAVDI-Datenbank
Diff. Höhe Höhendifferenz




Symbolleiste

Symbol Funktion
gps-auswertung-symbol-neurechnen.jpgMessdatenprotokolle auswerten. Alle GPS-Messungen werden mit den aktuellen Einstellungen in das Zielsystem überführt.
gps-auswertung-symbol-drucken.jpgProtokolle drucken. Die Protokolle nach Anlage 4 der GPS-Richtlinien NRW werden ausgedruckt.
gps-auswertung-symbol-grafik.jpgPunkt in Grafik anzeigen. Der Punkt wird in der Grafik zentriert und die Grafik wird in den Vordergrund gebracht.
gps-auswertung-symbol-export.jpgKoordinaten ins Berechnungsdokument exportieren. Die gemittelten Koordinaten werden in das Berechnungsdokument exportiert.
gps-auswertung-symbol-synchronisieren.jpgGPS-Auswertung mit Dokument synchronisieren. Die in der Oberfläche durchgeführten Änderungen werden mit den Dokumenten synchronisiert.
gps-auswertung-symbol-hilfe.jpgHilfe




FAQ

Gebrauchshöhen

Kann ich auch Gebrauchshöhen berechnen?

Ja, durch die Bestimmung der Höhen anhand der Definition eines Quasigeoids.

Unter CRS-Definitionen kann man jetzt Undulationsmodelle definieren. Diese können dann in der GNSS-Auswertung zur Bestimmung der Gebrauchshöhe verwendet werden. Hierzu muss in der GNSS-Auswertung ein Zielsystem für die Höhe angegeben werden. Wenn die Höhenart des Höhensystems eine normalorthometrische Höhe oder Normalhöhe ist, dann kann für die Bestimmung, neben einer Transformation nun auch ein definiertes Undulationsmodell verwendet werden. In der Grafik kann das Raster über die Punktebenen sichtbar gemacht werden. So ist leicht erkennbar, ob die gemessenen Koordinaten auch im Raster liegen und die Höhen korrekt interpoliert werden können.

Eine Gitterdatei mit dem nordrhein-westfälischen Undulationsmodell 2007 wird von der Bezirksregierung Köln (Geobasis NRW) kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Gitterdatei incl. Konfiguration für KAVDI leiten wir an Sie weiter.

Kontaktieren Sie uns hierzu unter support@kavdi.de.

Koordinatenqualitat KQ 2D ?

Was verbirgt sich hinter dem Wert KQ 2D (Koordinatenqualitat)?

Die Koordinatenqualität wird vom Empfänger geliefert. Jede gemessene GNSS-Koordinate wird aus mehreren Einzelmessungen berechnet. Aus diesen Mehrfachmessungen berechnet der Empfänger die Genauigkeit der gemessenen Koordinate.

Mittelbildung (G,K) ?

Diese Spalte zeigt den Abstand zwischen den beiden Messungen die am weitesten auseinander liegen. Somit kann genau gesehen werden, inwieweit Einzelmessungen voneinander abweichen.

VP Liste ?

Die VP-Liste für NRW wird aus der Modulliste gestartet und direkt in das Berechnungsdokument geschrieben.

Welche Lagestatus sind zum WGS84 kompatibel ?

Durch die Lagestatuskonfiguration werden die Dimensionen des Erdellipsoid definiert. Die Bezeichnungen GRS80 und WGS84 werden durch KAVDI als kompatibler Ellipsoid betrachtet. Das Label ELLI_BEZ bezeichnet einen Ellipsoid: ELLI_BEZ = GRS80. Sind die Systeme kompatibel, dann können die Koordinaten direkt in das Zielsystem umgerechnet werden. Ansonsten ist ein Ellipsoidsprung mit Hilfe einer 7-Parameter-Transformation zu berechnen.

GPS-Auswertung lässt sich nicht starten ?

Nach dem Aufruf der GPS-Auswertung aus dem Menü blendet KAVDI einen Dialog ein, dass die GPS-Auswertung nicht gestartet werden kann, da das Projekt die Verwendung von Lagestatusabhängigen Abbildungsdefinitionen unterstützen muss. Die GPS-Auswertung benötigt Informationen über den Ellipsoid des Quellsystems (WGS84) und den Ellipsoid / die Abbildung des Zielsystems. Diese Informationen werden aus Lagestatusabhängigen Konfigurationsdateien gelesen. Damit KAVDI diese nutzt, muss unter den Projekteinstellungen der Schalter : “Lagestatusabhängige Erdellipsoidparameter” aktiviert sein.

Deaktivieren von GNSS-Messungen - Fehler in der Ausgleichung

Die Darstellung der GNSS-Auswertung im Berechnungsprotokoll, sieht folgender Maßen aus.



Die in Klammern gesetzte Zeilen sind alle Beobachtungen zu dem Punkt. Die erste Zeile ist die gemittelte Koordinate. In die Ausgleichung sollen aber alle Beobachtungen einfließen.








Wird eine Messung deaktiviert müssen alle Zeilen zu dem Punkt deaktiviert werden. Die in Klammern gesetzten Werte werden der Punktnummern darüber zugeordnet.








Ist nur die Zeile mit der Punktnummer deaktiviert, wird die Messung der nächsten Punktnummer zugewiesen. Das führt in der Ausgleichung zu großen Fehlern.



Deaktivieren von GNSS-Messungen - Gemittelte Koordinate bleibt unverändert

Die Darstellung der GNSS-Auswertung im Berechnungsprotokoll, sieht folgender Maßen aus.



Wird eine in Klammern gesetzte Zeilen deaktiviert, bleibt die gemittelte Koordinate auch nach einer Neuberechnung gleich. Da die gemittelte Koordinate „nur“ als Näherungskoordinate eingeht, hat das kleinen Einfluss auf die Ausgleichung. Ist es gewollt, dass die gemittelte Koordinate angepasst wir muss die GNSS Auswertung, nach Berichtigung des Messdatenprotokolls, erneut durchgeführt werden.



oberflaeche/gps-start.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/16 10:20 von maria
 
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