Polygonzugberechnung

Durch Messung von Winkeln und Strecken sind Neupunkte zu einem Polygonzug verbunden. Je nachdem wie diese Polygonzüge an koordinierten Altpunkten angeschlossen sind, werden die Koordinaten der Neupunkte errechnet und ausgeglichen. Dabei werden folgende Zugarten unterschieden:

  • Fall 1: Polygonzug mit beidseitigem Richtungs- und Koordinatenanschluss, wahlweise mit oder ohne Verteilung des Winkelabschlussfehlers (FW). Die Koordinaten-abschlussfehler können durch streckenproportionale Verteilung oder durch Transformation der vorläufigen Koordinaten zwischen Zuganfang- und Zugendpunkt beseitigt werden
  • Fall 2: Polygonzug mit Richtungs- und Koordinatenanschluss, aber nur im Koordinatenabschluss. Die Koordinatenabschlussfehler können durch streckenproportionale Verteilung oder durch Transformation der vorläufigen Koordinaten zwischen Zuganfang- und Zugendpunkt beseitigt werden.
  • Fall 3: Polygonzug mit beidseitigem Koordinatenanschluss ohne Richtungsan- und abschluss. Die Koordinatenberechnung erfolgt durch Ähnlichkeitstransformation zwischen Anfang- und Endpunkt.
  • Fall 4: Polygonzug nur mit Richtungs- und Koordinatenanschluss ( toter Zug ).

Fall 1










Nachfolgend die Eingabeschritte:





\

  1. Fernziel (Punktnummer)



  2. Anfangspunkt (Punktnummer)


    1. Richtung (Rückblick zum Fernziel) (Winkel)


    2. Richtung (Vorblick zu Brechpunkt 1) (Winkel)
      BA (Brechwinkel) wird aus Rückblick und Vorblick ermittelt


      1. Zenitdistanz (Winkel)


      2. Strecke (Maß)


  3. Brechpunkt 1 (Punktnummer)


    weiter wie vorher beschrieben

    1. Richtung (Rückblick zum Anfangspunkt) (Winkel)
      1. Richtung (Vorblick zu Brechpunkt 2) (Winkel)
        B2 (Brechwinkel) wird aus Rückblick und Vorblick ermittelt
        1. Vertikalwinkel
        2. Strecke (Maß)

  4. Brechpunkt 2 (Punktnummer)
    1. Richtung (Rückblick zu Brechpunkt 1) (Winkel)
      1. Richtung (Vorblick zu Brechpunkt 3) (Winkel)
        B3 (Brechwinkel) wird aus Rückblick und Vorblick ermittelt
        1. Vertikalwinkel
        2. Strecke (Maß)

  5. Brechpunkt 3 (Punktnummer)
    1. Richtung (Rückblick zu Brechpunkt 2)
      1. Richtung (Vorblick zu Brechpunkt 4)
        B4 (Brechwinkel) wird aus Rückblick und Vorblick ermittelt
        1. Vertikalwinkel
        2. Strecke (Maß)


          … keinen weiteren Brechpunkt mehr? Dann beenden Sie die Eingabe mit „NEIN“.
          Jetzt wechselt das Eingabefeld auf „Letzter Standpunkt“.


  6. Letzter Standpunkt (Punktnummer)


    1. Richtung (Rückblick zu Brechpunkt 4) (Winkel)
      1. Richtung (Vorblick zu Fernziel) (Winkel)

  7. Fernziel (Punktnummer)



Winkelabschlussfehler, Koordinatenabschlussfehler usw. verteilen?








FERTIG


Fall 2

Bei Fall 2 gibt es kein abschließendes Fernziel.

Startet Sie das Modul und gehen Sie wie in Fall 1 vor. Zum Schluss des Polygonzuges (Zugende (PE) geben Sie bei dem Rück- und Vorblick „0“ ein. Die Abfrage des Fernziels verneinen Sie. Jetzt wird noch die Orientierungsunbekannte erwartet.



Fall 3

Bei Fall 3 gibt es kein Fernziel.

Startet man das Modul kommt als erstes die Abfrage nach dem Fernziel. Hier klickt man auf „NEIN“. Jetzt kommt die Abfrage nach dem Standpunkt und anschließend die Abfrage des Vertikalwinkels und der Schrägstrecke.

Geben Sie die Brechpunkte an wie in Fall 1 beschrieben. Nachdem Sie am Zugende (PE) sind geben Sie bei dem Rück- und Vorblick „0“ ein. Jetzt kommt die Abfrage des Fernziels. Hier wieder Schalter „NEIN“ betätigen. Jetzt wird noch die Orientierungsunbekannte erwartet.



Fall 4



In den Fällen 1 und 2 wird bei identischem Anfang- und Endpunkt ein geschlossener Zug berechnet (Ringpolygon).



X = numerische Werte
<….> = Taste
- = keine Eingabeanforderung

Fall 1Fall 2Fall 3Fall 4
Punktnummer FernzielXX<NEIN>X
Punktnummer StandpunktXXXX
Richtung (Brechungswinkel oder Rückblick / Vorblick) XX0X
Vertikalwinkel X<NEIN> X<NEIN> X<NEIN> X<NEIN>
SchrägstreckeXXXX
Brechpunkt / letzter Standpunkt (Schalter „Nein“ wählen) X<NEIN>X<NEIN>X<NEIN>X<NEIN>
Richtung (Brechungswinkel oder Rückblick / Vorblick)XX/0X/0X/0
VertikalwinkelXX/-X/-X/-
SchrägstreckeX/0X/-X/-X/-
Punktnummer FernzielX---

Eingabeelemente:

  • PNR ANFANGSPUNKT / PNR Brechpunkt (NEU)/ENDPUNKT / PNR ENDPUNKT / PNR FERNZIEL
    Eingabe der Punknummer des gewünschten Punktes. Diese Eingabe entspricht der allgemeinen KAVDI-Punktnummernkonvention.
  • BRECHUNGSWINKEL oder RUECKBLICK VORBLICK
    Der Brechungswinkel kann auch durch KAVDI ermittelt werden indem die Richtungen vom vorherigen und zum nächsten Punkt durch Leerzeichen getrennt eingegeben werden.
  • ZENITWINKEL
    Die Eingabeanforderung auf Eingabe „ZENITWINKEL“ kann bei erstmaliger Anzeige durch drücken der Funktionstaste <NEIN> abgeschaltet werden. In diesem Fall wird der Zenitwinkel 100.0000 Gon angenommen.
  • STRECKE
    Strecke zum nächsten Punkt. Der Endpunkt des Polygonzuges mit An- und Abschluss wird erkannt indem die Strecke zu 0.0 eingegeben wird.



Für einen Polygonzug ist die Anzahl der Punkte auf 50 begrenzt.

bermod/polygonzug.txt · Zuletzt geändert: 2016/06/21 09:15 von maria
 
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